Anine Hell gewinnt die Kurzdistanz des Citytriathlons Heilbronn

Heilbronn war zur Anreise ein einzige Baustelle und der Neckar ohne Ortskenntnisse kaum zu finden. Nach dem Abholen der Startunterlagen fing es an zu regen. Die Profis waren bereits auf der Mitteldistanz unterwegs und ich hoffe nur auf nicht noch ein drittes Rennen im Regen in dieser Saison.

Um 11:35 erfolgte der Schwimmstart der ersten Gruppe über die Olympische Distanz. 750 m den Neckar hinauf und 750 m wieder hinunter! Endlich hatte ich es mal geschafft geradeaus zu schwimmen“. Meine Überlegungen, dass die Strömung flußaufwärts am Rad geringer wäre als in der Mitte und genau das Gegenteil auf dem „Rückweg“ der Fall sein musste, gingen auf. Ich kam ohne Turbulenzen aus dem Wasser und startete motiviert durch die lange Wechselzone. Mein „Addicto“ wartete auf mich und schlug sich mit mir durch die 40 Kilometer anspruchsvolle bergauf - bergab Strecke entlang der Felder von Heilbronn! Auf der Rückrunde war ich über die Verpflegungsstation am „Gipfel“ sehr dankbar und möchte an dieser Stelle die Helferinnen und Helfer an jedem Posten der Strecke danken, dass sie sich so hilfsbereit und freundlich zur Verfügung gestellt haben.

Der Gegenwind, der „een Norddeutschen Deern“ kaum beeinflusste, schob mich erst ab Kilometer dreißig mit frischen Beinen wieder in die Wechselzone. Die zehn Kilometer Laufen führten auf zwei Runden durch die City und am Neckar entlang. Da sich das Startfeld hier mit den Teilnehmern der Mitteldistanz vermischte musste ich ein paar Läufer überholen. Nachdem ich mitbekommen hatte, dass die erste Frau eine Minute vor mir lag, gab ich Gas bis ich sie identifizieren konnte und überholte sie bei Kilometer 2,2. Auf dem Rest der Strecke habe ich versucht das Tempo zu halten und erhielt eine zufrieden stellende Laufzeit. Der Sieg über die Kurzdistanz kam für mich sehr überraschend. Damit hatte ich am Morgen nicht gerechnet! Die Veranstaltung ist trotz nicht all zu großer Schönheit der Stadt sehr gut organisiert und macht Spaß!

Anine Hell, 23.06.2013



 

Johannes Moldan Fünfter beim Citytriathlon Heilbronn

Bei dem hochklassig besetzten Triathlon am Sonntag  in Heilbronn über 2 km Schwimmen, 70 km Radfahren und 15 km Laufen kam Johannes Moldan vom SVW 05 als Fünfter ins Ziel.

Beim Schwimmen lief es Dank des guten Trainings mit dem SVW05-Schwimmtrainer Stefan Lurz sehr gut, so dass er mit der Spitzengruppe nach 23:22 min aus dem Wasser steigen konnte. Trotz einiger Pannen beim Radfahren (1:47:14 h), seiner Paradedisziplin, mit verlorenen Trinkflaschen, konnte er sich auf den dritten Platz hinter  Ronnie Schildknecht aus der Schweiz und Andreas Dreitz vorarbeiten. Beim Laufen (50:28 min) konnte der SVW-Triathlet zwar seine Geschwindigkeit halten, doch reichte dies nicht die starken Triathleten Daniel Unger und den Tschechen Filip Ospaly auf Distanz zu halten.

Somit kam er letztendlich als Fünfter ins Ziel. Damit hat er sich unter den Top-Ten mit sehr klangvollem Namen der Triathlonszene mehr als achtbar geschlagen. Als nächstes folgt schon am Wochenende der Triathlon am Chiemsee.


Ergebnisse:
1. Ronnie Schildknecht 2:57:02 h
2. Filip Ospaly 2:58:07 h
3. Andreas Dreitz 2:58:10 h
4. Daniel Unger 2:58:41 h
5. Johannes Moldan 3:02:42 h
6. Tim Meyer 3:03:40 h
7. Jan Rafael 3:04:47 h
8. Felix Schumann 3:05:37 h
9. Jan van Berkel 3:07:26 h
10. Thomas Hellriegel 3:09:20 h

Johannes Moldan bei seiner Paradedisziplin (Foto: Ingo Kutsche)

 


 

Von Wertheim über Paris an die Weltspitze

Johannes Moldan geht in seine dritte Saison als Triathlon-Profi und hat ein große Karriere vor Augen

"Als Kinder“, erzählt Christel Moldan halb ernst, halb scherzhaft, „haben wir unsere Jungs zum Kickboxen geschickt, damit sie sich besser verteidigen konnten, weil sie oft verkloppt wurden. Ansonsten war gerade Johannes ein Sportmuffel.“ Ob es heute auf dem Schulhof anders zugehen würde? Der kleine Johannes ist mittlerweile 192 Zentimeter groß, sein Haar vom Training im Freien gebleicht, seine Haut aus dem gleichen Grund gebräunt. Fett sucht man an seinem durchtrainierten Körper vergeblich. Doch mit Kickboxen hat der Wertheimer nichts mehr am Hut. Das zweite der fünf Kinder der Moldans ist einer der aufstrebenden Triathleten Deutschlands, der zwar mit 25 noch am Anfang seiner Karriere steht, im Jahr 2013 aber bereits seine dritte Saison als Profi absolviert.


Siegen macht süchtig

Johannes kommt locker daher, lächelt meist und hat immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Die Strapazen seines Berufes sieht man ihm nicht an, seine positive Einstellung hingegen schon. „Die Motivation kommt von ganz alleine. Es ist einfach ein geiles Gefühl, nach so einem harten Wettkampf als erster über die Ziellinie zu laufen. Das macht süchtig“, erklärt Moldan, dessen bisheriger Karrierehöhepunkt der Sieg beim Triathlon in Monaco 2011 war. Bemerkenswert für einen Sportler, der sich erst seit 2008 in dieser Disziplin versucht. „Als ich Kickboxen gemacht habe, wurde mir irgendwann klar, dass mir das nicht reichte. Ich fing an, die 10 Kilometer zum Training zu laufen, fuhr Mountainbike und merkte, dass mir der Ausdauersport Spaß machte“, erklärt Moldan.

Den Knackpunkt stellten schließlich das Rennrad dar, dass ihm sein Onkel schenkte – und eine Fahrradreise mit einem Freund nach Paris zu Frohleichnam 2007: „Das war schon ein wenig verrückt. Wir sind pro Tag zwölf Stunden gefahren und legten die Strecke in zweieinhalb Tagen zurück. Auf der Rückfahrt im Zug reifte dann in mir der Entschluss, mit Triathlon zu beginnen.“ Gesagt, getan – auch wenn Moldan eigenen Angaben nach anfangs keine 25 Meter problemlos schwimmen konnte. „Das Schwimmen ist immer noch meine schwächste Disziplin, auch wenn ich dort schon extreme Fortschritte gemacht habe“, weiß Moldan, der für den SV 05 Würzburg an den Start geht und in der Trainingsgruppe von Stefan Lurz an seinem Handicap arbeitet. Schließlich warten über die mittlere Distanz zwei Kilometer im kühlen Nass auf die Athleten, gefolgt von 90 Kilometer auf dem Fahrrad und 21,1 Kilometer auf der Laufstrecke.

Dass trotz der guten Fortschritte nicht immer alles nach Plan läuft, weiß auch Moldan realistisch zu beurteilen: „Mit dem letzten Jahr war ich nicht so zufrieden. Ich hatte die ganze Zeit mit Hüftbeschwerden zu kämpfen. Im Moment befinde ich mich noch in der Lernphase, gerade was die Taktik und die Einteilung der Kräfte im Rennen angeht. Die Konstanz ist einfach noch nicht da aber es gibt eben Erfahrungen im Grenzbereich, die man einfach machen muss.“

Arbeiten im Geschäft der Eltern

Besonders viel lernen kann Moldan in der Trainingsgruppe von Lubos Bilek, der u. a. auch andere deutsche Spitzen-Triathleten betreut wie Andreas Böcherer oder Sebastian Kienle. Von ihm bekommt der Orthopädieschuhtechniker, der ein paar Stunden in der Woche im Geschäft seiner Eltern arbeitet, den Trainingsplan vorgegeben. Unterstützt wird der Triathlon-Profi dabei vor allem von seiner Freundin, die ihn bei den Wettkämpfen begleitet – wenn es die Entfernung zulässt im Caravan des Sponsors. „Klar ist das manchmal anstrengend, aber sie steht hinter mir und hält mir den Rücken frei“, so Moldan, der seinen Sport hauptsächlich über Sponsoren finanziert. Sich nur auf die Siegprämien zu verlassen wäre ohnehin eine zu riskante und magere Einnahmequelle.

Vielleicht sieht es in ein paar Jahren aber schon anders aus: „Seit ich den Sport betreibe, geht es mit den Teilnehmerzahlen beim Triathlon und auch mit der Qualität steil bergauf. Das spürt man auch an steigenden Siegprämien“, berichtet Moldan, der pro Woche 25 bis 35 Stunden in sein Training investieren muss.

Auch beim Triathlon kommt man nicht umhin, das Thema Doping zu thematisieren, nachdem im Radsport schon seit Jahren nicht mehr die faire Leistung im Blickpunkt steht. „Wir müssen uns nichts vormachen – in jedem Ausdauersport gibt es Probleme mit Doping. Ich glaube aber, dass es im Triathlon recht Wenige tun, auch wenn ich meine Hand nicht für Andere ins Feuer legen möchte. Schwarze Schafe gibt es überall“, äußert sich Moldan dazu und weiß auch ganz genau, wie es sich anfühlt, auf unfairem Weg zu verlieren: „Es gab schon einen konkreten Fall, als ich bei einem Rennen Zweiter wurde und der Sieger später des Dopings überführt wurde. Da fühlt man sich schon betrogen – um Preisgelder und um die Aufmerksamkeit der Sponsoren.“

Herausforderung Hawaii

Gerade die könnten in dieser Saison so richtig aufmerksam auf Moldan werden, der die beiden ersten Wettkämpfe in Nürnberg und im Kinzigtal bereits gewonnen hat. „Ich fühle mich topfit und brenne darauf, Wettkämpfe zu bestreiten“, sprüht der junge Triathlet vor Schaffensfreude. Mit 25 hat er noch genug Zeit, sich in Szene zu setzen. „Man weiß nie, was kommt und es gehört auch ein wenig Glück dazu, aber wenn möglich möchte ich bis 40 auf hohem Niveau tätig sein. Der Ironman auf Hawaii ist auf jeden Fall ein Ziel von mir und ich denke schon, dass ich das Zeug habe, irgendwann in der Weltspitze zu landen“, gibt sich Moldan zuversichtlich und wird auch weiterhin die Welt an seiner Karriere teilhaben lassen. Auf seiner Homepage veröffentlicht er nämlich Berichte von allen seinen Wettkämpfen in lockerem Stil. „Das kommt ganz gut an und wird viel gelesen. Am Ende der Saison lass ich es auch binden und gebe es als Buch raus“, erklärt Moldan, der in den nächsten Jahren auf die Langstrecke wechseln möchte. Sollte er es tatsächlich in die Weltspitze schaffen – er wird es uns wissen lassen. Das Zeug dazu scheint er zu haben.

Quelle: Main-Post

  Hat noch Großes vor:
Johannes Moldan aus Wertheim will ein Weltklasse-Triathlet werden. Mit 25 steht er noch am Anfang seiner Karriere.
Text und Foto: Stephan Rinke

 


 

Da machen wir halt mal einen Duathlon…

Auch dieses Wochenende waren die Regionalliga-Triathleten des SV Würzburg 05 wieder im Einsatz. Das Rennen fand in Oberschleißheim auf der Ruderregatta Strecke statt und sollte eigentlich auf 2 Tage verteilt werden. Leider kannte Petrus wieder keine Gnade und die Athleten mussten gegen Dauerregen und Kälte kämpfen.

Am Ort der olympischen Spiele von 1972 mussten die Damen und Herren eine Staffel absolvieren. Dabei sollte eigentlich jeder einen Minitriathlon absolvieren, ehe er den Staffelstab weiter gibt. Da die Wasser Temperatur jedoch zu gering war, wurde kurzerhand ein Duathlon mit 3 km Laufen, 10 km Rad, 1,5 km Laufen ausgetragen.

Die Damen landeten in der Besetzung Sarah Aufmkolk, Melanie Sulzer, Sophie Vorschneider und Anine Hell auf Rang 8. Noch besser lief es bei den Herren, die in einem dramatischen Rennen mit Felix Hohm, Michael Kalus, Tobias May, Markus Unsleber und Tobias Heining auf dem zweiten Platz landeten und somit nur drei Sekunden vor den schärfsten Konkurrenten aus Memmingen waren.

Die für Sonntag geplante Mannschaftsverfolgung fiel aufgrund des starken Unwetters in Südbayern sprichwörtlich ins Wasser und wurde, auch um die Gesundheit der Athleten nicht zu gefährden, abgesagt.

Ein Grund zur Freude gab es noch für die Damen, denn wie sich rausstellte, waren in der Vorwoche beim Rennen in Nürnberg einige Konkurrenten zu wenig geschwommen und so wurde den Würzburgerinnen nachträglich noch der dritte Platz zugesprochen.

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Regionalligamannschaften erfolgreich beim Saisonauftakt in Nürnberg

Bei frostigen 6°C und Dauerregen fiel am Sonntag, den 26.5.13, in Nürnberg der Startschuss zum Ligaauftakt der Triathleten des SV Würzburg 05.
 
750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen hatten die Athleten der Damen- und Herren-Regionalligamannschaften zu bewältigen. Obwohl zahlreiche Mannschaften den Start aufgrund der äußerst schwierigen Wetterbedingungen absagt hatten, gingen zunächst die vier Würzburgerinnen an den Start und konnten das Rennen erfolgreich mit Platz 4 beenden.
Anschließend konnten die Männer ihren Trainingsfleiß der letzen Monate unter Beweis stellen. Sie überzeugten mit einem hervorragenden 2. Platz in der Teamwertung und mussten sich nur dem TV Memmingen geschlagen geben. Hervorzuheben ist noch Johannes Moldan der souverän das Regionalliga-Rennen mit einer Minute Vorsprung in 1:00:29 h gewann.
 
Der nächste Wettkampftermin ist schon am kommenden Wochenende das Team- und Staffelrennen in Oberschleißheim bei hoffentlich angenehmeren Außenbedingungen.

 

Einzelergebnisse Regionalliga Damen:

    Platzierung   
  Anine Hell 4.           
  Sarah Aufmkolk 16.  
  Sophie Vorschneider 17.  
  Anja Erlach 22.  

 

 von links: Anja Erlach, Sophie Vorschneider, Anine Hell, Sarah Aufmkolk

 

Einzelergebnisse Regionalliga Herren:

    Platzierung   
  Johannes Moldan  1.  
  Tobias Heining  5.         
  Felix Hohm  8.  
  Markus Unsleber  20.  
  Michael Kalus  30.  

 

 

 von links: Felix Holm, Tobias Heining, Johannes Moldan, Markus Unsleber, Michael Kalus

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